Start in ein Virtuelles Jahr 2021

Das virtuelle Jahr 2020

Das Jahr 2020 wird uns allen wohl lange als ein außergewöhnliches Jahr in Erinnerung bleiben. Sicher nicht unbedingt im positiven Sinne. Das erste Mal ein Lockdown, geschlossene Restaurants, Schulen und Kindergärten, ein Sommer ohne Festivals und Konzerte, abgesagte Hochzeiten und Geburtstagspartys, eine Vorweihnachtszeit ohne Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern, ein Jahreswechsel ohne rauschende Silvesterpartys. Alles war so anders als gewohnt.

Doch das Jahr hielt nicht nur Negatives bereit. Schauen wir zurück auf das virtuelle Jahr 2020…

2020 – das Jahr, in dem die Welt virtuell wurde

2020 – für mich persönlich ein wahnsinnig spannendes und herausforderndes Jahr mit vielen Veränderungen in allen Lebensbereichen. Aber natürlich nicht nur für mich. Die ganze Welt wurde vor ungeahnte Herausforderungen gestellt. Und bei allen negativen Aspekten, hat es dennoch auch einige Fortschritte gebracht, insbesondere im virtuellen Bereich. Es war wahrlich ein virtuelles Jahr. 

Virtuelles Jahr

Virtualität in allen Lebensbereichen

Die Technisierung hat schon vor Jahrzehnten bei uns Einzug gehalten und wir befinden uns seit Jahren in einem stetigen Entwicklungsfortschritt. Doch nie zuvor hat die zuvor gab es solch einen rasanten Fortschritt wie im Jahr 2020. Schulen waren von einem auf den anderen Tag gezwungen, sich Homeschooling-Konzepte zu überlegen, Präsenzveranstaltungen in Universitäten wurden durch ZOOM-Vorlesungen ersetzt, Geschäftstreffen erfolgten virtuell, Homeoffice, zuvor noch eine seltene Ausnahme, wurde zur Normalität und sogar der Einkauf im Supermarkt kann mittlerweile online erfolgen. Was Anfang des Jahres 2020 noch unvorstellbar schien, ist heute Normalität. Neue Programme, Apps und Systeme wurden in rasanter Geschwindigkeit entwickelt, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden.

Virtuelle Events – ein neuer Trend

Virtuelle Events

Bereits in den ersten Wochen der Pandemie fanden die ersten Online-Konferenzen statt. ZOOM – vorher noch so unbekannt – machte sich einen Namen und mittlerweile kennt es wohl jeder. Ob Teammeetings oder Treffen mit Geschäftspartnern – alles erfolgte plötzlich virtuell vom Schreibtisch im Wohnzimmer aus. Schreiende Kinder im Hintergrund waren dabei keine Seltenheit und jeder hatte Verständnis dafür.

Doch es blieb nicht nur bei Businesskonferenzen. Auch im privaten Bereich erfreuten sich Skype und ZOOM einer nie dagewesenen Beliebtheit. Wenn schon persönliche Treffen nicht möglich waren, so konnte man sich wenigstens per Skype oder ZOOM auf einen Kaffee oder ein Glas Wein verabreden. Was Anfang des Jahres 2020 noch skurril geklungen hätte, war plötzlich Alltag.

Spätestens mit Beginn des zweiten Lockdowns entdeckten auch von der Pandemie besonders getroffene Branchen die virtuellen Veranstaltungen für sich – als ein neues, krisensicheres Geschäftsfeld. Virtuelle Weltreisen, Wein-, Bier- und Whiskytastings, Kochkurse, Workshops und Sportkurse erschienen auf dem Markt und erfreuten sich einer steigenden Nachfrage. Mit den virtuellen Weihnachtsfeiern erreichten die virtuellen Veranstaltungen wohl ihren Höhepunkt. Nachdem die oftmals mit langen Unternehmenstraditionen verbundenen Veranstaltungen im Dezember des vergangenen Jahres nicht möglich waren, suchte man nach einem Ersatz – und stieß auf virtuelle Weihnachtsfeiern. Neben klassischen ZOOM-Meetings bei Glühwein und Lebkuchen gab es die verschiedensten Ideen. Zahlreiche Eventagenturen und Reiseveranstalter haben vielseitige Konzepte entwickelt und kreative Variationen der virtuellen Weihnachtsfeiern offeriert.

Doch nicht nur große Firmen wurden mit der Organisation beauftragt, auch für virtuelle Assistenten bildete sich damit ein neues Geschäftsfeld. Klar, virtuelles Arbeiten ist schließlich unsere Kernkompetenz!

Homeoffice – von der Ausnahme zur Normalität

Laut einer Bitkom-Studie vom März 2020 war zeitweise jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland im Homeoffice. Eine Zahl, die zuvor niemand für möglich gehalten hätte. Was durch die Pandemie vorangetrieben wurde, muss aber nicht temporär begrenzt sein. Die Vorteile sprechen für sich und lassen annehmen, dass auch mittel- bis langfristig das Homeoffice eine echte Alternative darstellen wird.

Homeoffice

Vorteile für den Arbeitgeber

Standen zahlreiche Arbeitgeber dem Homeoffice zuvor noch skeptisch gegenüber, haben sie während der Pandemie die Vorteile dessen auch für sich entdeckt. Dem Mitarbeiter muss kein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden, wodurch Mietkosten für Büroräumlichkeiten reduziert und Kosten für entsprechende Mobiliar sowie Büroausstattung gespart werden können. 

Bestand zunächst noch eine gewisse Skepsis hinsichtlich der Produktivität, hat sich dies mittlerweile als unbegründet herausgestellt. Das Homeoffice ermöglicht den Mitarbeitern ein fokussierteres Arbeiten, da Ablenkungen durch Unterhaltungen mit Kollegen entfallen. Durch ein hohes Maß an Selbstverantwortung ist sogar nicht selten eine Steigerung der Motivation und somit auch der Produktivität zu beobachten. Studien belegen diese Produktionssteigerung, welche das Homeoffice mit sich bringt (bspw. Studie des ZEW – Leibnitz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim, 2019). 

Weiterhin gibt es weniger krankheitsbedingte Ausfälle, denn wer aus dem Homeoffice arbeitet, lässt sich seltener krankschreiben (vgl. Studie der Universität Stanford von Nicholas A. Bloom, 2015). Außerdem entfallen Infektionsherde am Arbeitsplatz, bei welchen mehrere Kollegen angesteckt werden. Und das nicht nur in Pandemie-Zeiten. In Zeiten des allgegenwärtigen Fachkräftemangels ergibt sich ein weiterer, nicht unerheblicher Vorteil für die Unternehmer: Mit der Möglichkeit des Homeoffice sind sie in der Lage, auch überregional Fachkräfte zu rekrutieren und nicht nur im unmittelbaren Umfeld.

Vorteile für den Arbeitnehmer

Die Vorteile für die Arbeitnehmer liegen ebenfalls auf der Hand. Lange Arbeitswege im Berufsverkehr entfallen, man kann sich die Arbeitszeiten freier und flexibler einteilen und nicht zuletzt sind Familie und Berufsleben besser miteinander vereinbar.

Doch nicht nur für Familienmütter und -väter ist das Homeoffice ein großer Vorteil. Für junge Reiseliebhaber ergeben sich ebenfalls ganz neue Möglichkeiten. Denn Homeoffice ermöglicht gleichzeitig ortsunabhängiges Arbeiten. Man muss also nicht zwangsläufig zuhause in der Wohnung sitzen, sondern kann ebenso gut von einem der Traumstrände der Welt aus arbeiten. Sofern der Arbeitgeber zustimmt und man über eine stabile Internetverbindung verfügt, ist das kein Problem.

Egel, ob man mehr Zeit mit der Familie hat oder unbegrenzter reisen kann – letztendlich ermöglicht es das Homeoffice, die Arbeit besser an den persönlichen Lebensstil anzupassen. Und eine positive Auswirkung auf die Work-Life-Balance bedeutet mehr Zufriedenheit bei den Arbeitnehmern, was letztendlich deren Produktivität steigert und so auch dem Arbeitgeber wieder zugute kommt.

Doch nicht nur für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ergeben sich aus diesem neuen Trend Vorteile. Probleme wie die hohe Verkehrsbelastung durch den Pendlerverkehr sowie der enorme Urbanisierungstrend könnten somit gelöst werden.

2020 - Die Chance für virtuelle Assistenten

Die Entwicklungen im Bereich des Homeoffice kommen auch uns virtuellen Assistenten zugute. Doch nicht nur diese.

Das Jahr 2020 hat viele Unternehmer in arge wirtschaftliche Schwierigkeiten gebrachte. Kurzarbeit war nicht nur in Tourismus und Gastronomie ein Thema, betriebsbedingte Kündigungen mussten in zahlreiche Branchen ausgesprochen werden.

Wenn sich die Wirtschaft langsam erholt, wird der Bedarf nach Arbeitskräften wieder steigen. Doch die Unsicherheit bleibt. Was, wenn ein erneuter Lockdown kommt? Wenn wieder Arbeitskräfte entlassen werden müssen?

Virtuelle Assistenz

Hier liegen die Vorteile einer virtuellen Assistenz (kurz: VA) auf der Hand: Die Zusammenarbeit mit einer VA erfolgt auftragsbezogen. Ist das Projekt abgeschlossen, ist keine weitere Beschäftigung notwendig – und somit auch keine weitere Bezahlung. Der Unternehmer zahlt nur für die Leistungen, die tatsächlich erbracht werden. Fallen aus betriebsbedingten Gründen keine weiteren Aufgaben an oder lässt die wirtschaftliche Situation des Unternehmers die Weiterbeschäftigung nicht zu, kann die Zusammenarbeit umgehend beendet werden. Kündigungen von Mitarbeitern können so umgangen werden.

Die Zusammenarbeit mit einer VA ermöglicht dem Unternehmer somit ein Höchstmaß an Flexibilität – ein wichtiger Vorteil in so unsicheren Zeiten. Auch die Kostenersparnis ist ein wichtiger Faktor, denn einer VA muss kein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden und es fallen keinerlei Lohnnebenkosten an – um Kranken- und Rentenversicherung kümmert sich sie selbstständige VA allein.

Diese Vorteile haben 2020 viele erkannt – sowohl Unternehmer, die sich für eine Zusammenarbeit mit einer VA entschieden haben, als auch frühere Arbeitnehmer, welche sich für eine Selbstständigkeit als virtuelle Assistenz entschieden haben. Zu letzteren gehöre auch ich – ein Schritt, den ich zu keiner Zeit bereut habe.

Und was wird 2021?

Niemand weiß, was das neue Jahr bringen wird. Wir hoffen auf ein Ende der Pandemie – wollen uns wieder unbeschwert mit unseren Liebsten treffen, auf Konzerte gehen, Fußballspiele besuchen und ohne Einschränkungen reisen können.

Doch ich bin fest überzeugt, dass die virtuellen Errungenschaften aus 2020 sich auch 2021 weiter durchsetzen werden. Homeoffice als Zukunftsmodell und die flexible Zusammenarbeit mit virtuellen Assistenten als Erfolgskonzept.  Ich bin gespannt auf neue Herausforderungen in meiner Tätigkeit als VA und freue mich auf zahlreiche neue Projekte.

Start in ein Virtuelles Jahr 2021

© 2020 Marianne Förster