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Die Persönlichkeit hinter deiner Webseite – wie bringst du sie rüber?

– Warum die Erstellung deiner Webseite viel mit Selbstfindung zu tun hat –

Die Erstellung meiner eigenen Webseite war einer der Punkte auf meiner To-Do-Liste zu Beginn meiner Selbstständigkeit, die vor dem offiziellen Gründungsdatum abgehakt sein musste. Mir war klar, dass ich mich dafür mit einigen Marketingthematiken sowie auch technischen Fragen beschäftigen musste. Was mir vorher nicht bewusst war, war wie viel ich mich mit der Persönlichkeit hinter meiner Webseite – mit mir selbst – beschäftigen musste und wie ich diese durch meine Webseite transportiere…           

Was macht eine gute und überzeugende Webseite aus?

Natürlich gibt es viele Faktoren, die du bedenken musst, damit deine Webseite potenzielle Neukunden überzeugt: Sie muss auf deine Zielgruppe ausgerichtet sein, gut strukturiert aufgebaut sein und du benötigst aussagekräftige Texte, die durch passende Bilder unterstützt werden. Auch die technische Funktionalität muss gewährleistet sein und du solltest darauf achten, zu lange Ladezeiten, beispielsweise durch sehr große Bilddateien, zu vermeiden. Zweifelsohne sind das alles wichtige Aspekte. Aber es wird nicht funktionieren, wenn deine Webseite nicht deine Persönlichkeit transportiert.

Webseite Persönlichkeit

Es gibt eine Vielzahl an Webseiten und auch wenn es dir gelungen ist, dich auf eine spezielle Nische zu konzentrieren, wird es andere geben, die dieselben oder ähnliche Leistungen bzw. Produkte anbieten. Kein Kunde trifft eine 100% objektive Kaufentscheidung. Aufgrund der Vielzahl der Angebote ist das zumeist kaum möglich. Besonders, wenn es sich bei dem Angebot um eine Dienstleistung handelt. Dabei ist der emotionale Faktor noch einmal viel bedeutungsvoller, da der Kunde zwar Referenzen begutachten kann, aber dennoch erst einmal Vertrauen in dich benötigt, da er keine Garantie hat, wie das Ergebnis aussehen wird. Der Kunde entscheidet sich niemals nur für das Produkt, sondern auch für dich als dahinterstehende Unternehmerpersönlichkeit. Wenn du ihm nicht sympathisch und authentisch erscheinst, wird er sich nicht für dich entscheiden. Ob bewusst oder unbewusst, es lässt sich nicht verhindern.

Deshalb ist es so wichtig, dass du nicht nur von fachlicher Seite überzeugst, sondern auch durch deine Persönlichkeit hinter der Webseite. Und eine gute Webseite muss genau diese transportieren. Nicht nur auf der „Über mich“ Seite, sondern in jedem einzelnen Abschnitt deiner Webseite. 

Erster Schritt: Wer ist die Persönlichkeit hinter der Webseite?

Ich persönlich habe einfach losgelegt mit der Erstellung meiner Webseite. Ohne mir viele Gedanken zu machen. Doch im Nachhinein bzw. schon währenddessen habe ich festgestellt, dass das nicht der beste Weg ist. Denn auch wenn sich vieles Schritt für Schritt ergeben hat, musste ich das eine oder andere Mal „zurückrudern“ und hätte mir Zeit gespart, wenn ich vorher mehr Zeit in ein konkretes Konzept investiert hätte. Deshalb empfehle ich dir, erstmal mit einem Stift und einem Blatt Papier anzufangen. Oder mit einem leeren Dokument am Laptop, wenn du eher der digitale Typ bist. Denke einmal drüber nach, was dich als (Unternehmer-)Persönlichkeit ausmacht. Wer ist die Persönlichkeit hinter der Webseite? Was bietest du an und wie stehst du selbst dahinter? Nimm dir Zeit für dieses Brainstorming und denk auch ruhig einen Schritt weiter. Was willst du mit deiner Webseite erreichen? Welche Ziele steckst du dir selbst und wie soll dir deine Webseite dabei helfen, diese zu verwirklichen?

Dein persönliches Designkonzept für deine Webseite

Bevor du loslegen kannst, die einzelnen Seiten aufzubauen, solltest du dir ein Designkonzept überlegen. Auch dabei natürlich immer in Hinblick auf deine Persönlichkeit.

Was sind deine Farben?

Farben

Frage dich, welche Farben welche Bedeutungen haben und welche Assoziationen sie bei den Betrachtern hervorrufen. Aber frage dich auch, welche Farben zu dir passen und mit welchen Farben du dich wohlfühlst. Mag sein, dass blau Harmonie, Stabilität und Ruhe ausstrahlt und somit ein positives Gefühl bei den Kunden hervorrufen kann. Aber wenn du dich mit der Farbe nicht wohlfühlst, solltest du deine Webseite nicht so gestalten. Denn so wird sie nie zu 100% stimmig wirken.

Natürlich solltest du die Wirkung der einzelnen Farben einbeziehen und auch wenn knallrot deine Lieblingsfarbe ist, muss es nicht sein, dass sie als Hauptfarbe für deine Webseite geeignet ist. Aber du solltest eine Balance finden. Farbtöne, die das transportieren, was du ausdrücken möchtest und welche Emotionen du mit deiner Webseite übermitteln möchtest. Und die gleichzeitig zu deinem dir, deiner Persönlichkeit und deinem ganz eigenen Stil passen. Und nicht zuletzt natürlich zu deinem Unternehmen.

Was ist deine Schriftart?

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Schriftart. Es gibt so viele Varianten – gerade, geschwungen, verschnörkelt – von einfach bis extravagant findet man alles auf dem Markt. Du kannst eine voreingestellte Schriftart verwenden oder gar eine Schriftart kaufen. Stelle dir auch hier die Frage: Welcher Typ bist du und was möchtest du ausdrücken? Betrachte all die Schriftarten unter diesem Aspekt, um die für dich geeignete auszuwählen. Natürlich solltest du nicht nur danach gehen, sondern auch ein paar praktische Aspekte einfließen lassen. Denn auch deine absolute Lieblingsschrift ist ungeeignet, wenn sie nicht lesbar ist.

Schrift

Wie bringst du deine Persönlichkeit nun in deine Webseiten-Inhalte?

All die Gedanken, die du zu deiner Persönlichkeit bereits verschriftlicht hast, sowie auch deine Ideen zu deinem individuellen und persönlichen Design bilden die Grundlage. Darauf kannst du nun deine Webseite aufbauen. Schau dabei immer wieder auf deine Mindmap oder dein Visionboard, um den Fokus nicht zu verlieren, wenn es nun um die Inhalte geht.

Die „Über mich“ Seite

Dreh- und Angelpunkt, wenn es um dich als (Unternehmer-) Persönlichkeit hinter deiner Webseite geht, ist natürlich die „Über mich“ Seite. Auf die solltest du auf keinen Fall verzichten!

Wichtig ist, dass du auf dieser Seite eine gute Balance zwischen professionellen und persönlichen Elementen findest. Und damit meine ich persönlich und nicht privat, das ist ein großer Unterschied! Natürlich sollte in irgendeiner Form ein Lebenslauf zu erkennen sein. Wie sieht deine Berufserfahrung aus und welche Abschlüsse hast du? Auf diese elementaren Informationen solltest du nicht verzichten. Dennoch sind sie in gewisser Weise zweitrangig. Denn ganz ehrlich: dieselbe Ausbildung haben viele deiner Mitbewerber auch durchlaufen, damit wirst du dich kaum von der Konkurrenz abheben. Fast jeder selbstständige Frisör hat wohl eine Frisörausbildung durchlaufen und vor seiner Selbstständigkeit wahrscheinlich auch ein paar Jahre in einem anderen Salon gearbeitet. Der Großteil aller Virtuellen Assistenten hat in irgendeiner Form eine kaufmännische Ausbildung oder ein betriebswirtschaftliches Studium abgeschlossen und einige Jahr im Büro gearbeitet. Natürlich sind das wichtige Informationen, aber du solltest darüber hinausgehen, um potentielle Kunden wirklich von dir zu überzeugen.

Was fehlt noch auf meiner "Über mich" Seite?

Was sind deine Hobbys? Wo liegen deine Stärken und vielleicht auch Schwächen? Welche Bereiche interessieren dich besonders und warum? Vielleicht findet dein Kunde Übereinstimmungen mit sich selbst, das wird seine Sympathie für dich sofort ganz automatisch erhöhen. Und davon wirst du doppelt profitieren, denn so gewinnst du nicht nur einen neuen Kunden, sondern wirklich deinen Wunschkunden, der es dir bestenfalls ermöglicht, in genau deinem Lieblingsbereich tätig zu sein. Wenn du dich für Autos & Motorsport interessierst, wird das einen Kunden aus der Automobilbranche begeistern. Auch wenn er vielleicht nur jemanden für die Buchhaltung sucht, wobei Fachwissen nicht zwangsläufig notwendig ist. Aber wenn er die Wahl hat, kann das der ausschlaggebende Punkt sein, der dich von deiner Konkurrenz abhebt. Wenn du als Frisör in deiner Freizeit Hobbygärtner bist, spricht das einen passionierten Gärtner sicher an, auch wenn das nichts mit deinen beruflichen Qualifikationen zu tun hat. Aber so entsteht eine erste Sympathie und der Kunde freut sich vielleicht schon drauf, mit dir während des Haareschneidens etwas Fachsimpeln zu können.

Also: Sei mutig und zeige, wer du bist!

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Und alle anderen Seiten?

Auch wenn es auf den anderen Unterseiten nicht primär um deine Persönlichkeit geht, solltest du diesen Punkt dennoch nicht vernachlässigen. Schreibe deine Texte in einem Stil, der zu dir passt und der all das widerspiegelt, was du auf der „Über mich“ Seite von dir erzählt hast. Natürlich solltest du professionell bleiben und Wert auf einen guten Ausdruck sowie vor allem auch auf Rechtschreibung und Grammatik legen. Aber die eine oder andere umgangssprachliche Formulierung kann deine Texte durchaus auflockern und sorgt gleichzeitig dafür, dass es authentisch wirkt. Hast du im „Über mich“ Teil vielleicht geschrieben, dass du aus einer bestimmten Region kommst, die du liebst und mit der du dich identifizierst? Dann kann ein Satz in passender Mundart gut ankommen. Auch das eine oder andere Wortspiel kann eine willkommene Abwechslung sein. Wichtig ist nur, dass es zum Inhalt passt und authentisch wirkt, ohne übertrieben zu sein. Klingt leichter, als es ist. Aber hör auch dabei auf dein Bauchgefühl. Ich bin sicher, das wird dich gut beraten!

Last but not least: die Bilder für deine Webseite

Eine Webseite lebt von Bildern! Die besten Texte werden keinen potentiellen Kunden überzeugen, wenn es sich nur um Fließtexte handelt und deine Webseite keine Bilder enthält. Das lockert alles etwas auf.

Doch was für Bilder solltest du einbauen und woher bekommst du diese?
Stockfotos sind natürlich immer eine gute Variante. Sie wirken professionell und du kannst aus einer großen Auswahl etwas Passendes für dich heraussuchen, ohne dich um Urheberrechte zu kümmern. Es gibt kostenpflichtige Varianten, wie zum Beispiel shutterstock, aber auch kostenfreie Alternativen, wobei ich gern auf Unsplash zurückgreife.

Dennoch empfehle ich dir, nicht nur diese doch recht unpersönlichen Fotos zu verwenden, sondern auch eigene. Und damit meine ich nicht dein Bewerbungsfoto, was neben deinem Lebenslauf zu finden ist. Das ist zwar an dieser Stelle sicher eine gute Idee, aber sollte doch darüber hinausgehen. Fotos von dir selbst, vielleicht während du gerade einem deiner beschriebenen Hobbys nachgehst, sind eine gute Idee für deine „Über mich“-Seite. Natürlich keine Selfies oder verschwommene Partyfotos, das versteht sich von selbst. Vielleicht hast du auch andere eigene tolle Fotos – vielleicht gute Landschafts- oder Momentaufnahmen, die du in deine Webseite einbinden kannst. Das verleiht dieser bei aller Professionalität noch ein bisschen mehr Persönlichkeit. Und zwar deine Persönlichkeit!

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Alles fertig für den Start deiner Webseite?

Herzlichen Glückwunsch, dann kannst du jetzt online gehen. Ein spannender Moment!

Zuvor empfehle ich dir, deine Seite erst einmal ein paar Personen zu zeigen, die dich gut kennen. Freunde oder Familie sind gute Ansprechpartner. Dabei geht es nicht nur um die Rechtschreibkontrolle. Sie können dir nochmal ein Feedback geben, ob deine Seite auch das transportiert, was dich als Persönlichkeit ausmacht.

Deine Webseite ist so viel mehr, als nur eine objektive Information für potentielle Kunden. Sie ist dein Aushängeschild, die dein Unternehmen und deine Unternehmerpersönlichkeit repräsentiert. Und deshalb ist sie es wert, dass du ihr besonders viel Zeit widmest und dein Herzblut in dieses Projekt steckst. Du wirst sehen, es lohnt sich!     

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Wenn dir der Beitrag gefallen hat und du Inspirationen suchst, schau gern mal auf meiner „Über mich“ Seite vorbei. 

© 2020 Marianne Förster